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Comentario
»Handschuhe aus Blut.«
Die Frau starrte auf ihre Hände - starrte durch sie hin-
durch.
Sie sprach leise, aber ihre Spannung war hörbar. »Er hat
Blut an den Händen.« Ihre eigenen Hände waren sauber, die
Hautfarbe blaß.
Ihr Mann beugte sich vom Rücksitz des Streifenwagens zu
ihr vor. »Mary?«
Sie gab keine Antwort.
»Mary, hörst du mich?«
»Ja.«
»Wessen Blut ist es?«
»Ich bin mir nicht sicher.«
»Das Blut der Ermordeten?«
»Nein. Es ist... es ist sein eigenes.«
»Das Blut des Mörders?«
»Ja.«
»Du meinst... an seinen Händen klebt sein eigenes Blut?«
»Ja, das stimmt«, sagte sie.
»Hat er sich verletzt?«
»Ja, aber nicht schlimm.«
»Wie hat er das gemacht?«
»Das weiß ich nicht.«
»Versuche mal, dich in ihn hineinzuversetzen.«
»Ich bin schon in ihm.«
»Noch tiefer.«
»Ich bin kein Gedankenleser.«
»Ich weiß, Liebling. Aber du bist fast einer.«
Der Schweiß auf Mary Bergens Gesicht glänzte wie die
Keramikglasur einer Altarfigur in der Kirche. Das grüne
Licht vom Armaturenbrett spiegelte sich auf ihrer glatten Haut
wider. Ihre dunklen Augen waren ins Leere gerichtet.
Plötzlich lehnte sie sich vor und begann zu zittern.
Neben ihr, auf dem Fahrersitz, rutschte Polizeichef Harley
Barnes unruhig hin und her. Seine großen Hände krampften
sich um das Lenkrad.
»Er lutscht an seiner Wunde«, sagte sie. »Lutscht sein
eigenes Blut ab.«
Nach dreißig Jahren im Polizeidienst gab es nicht mehr viele
Situationen, die Barnes überraschen oder ihm gar Angst
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